INFOTHEK

LpB-Förderung: „„Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!“

Die Landeszentrale fördert Veranstaltungen und Projekte, um ein vielfältiges Angebot der politischen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern zu ermöglichen.
Auf Grundlage des Landesprogramms „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!“ werden Projekte gefördert, die der Aufklärung über demokratiefeindliche Bestrebungen dienen oder die zur Unterstützung demokratiestärkender Prozesse, z.B. in Kommunen und Vereinen, beitragen.
Im Vergleich zu den Maßnahmen der politischen Bildung, ist diese Förderung in thematischer und methodischer Hinsicht „breiter“ angelegt. Gefördert werden zudem Projekte, die zur Stärkung von „Demokratie-Kompetenzen“, also von Konfliktfähigkeit, Perspektivenübernahme, Partizipationsfähigkeit und interkulturellen Kompetenzen, beitragen.

Förderbedingungen

  • Die Förderung beschränkt sich auf Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern.

  • Die Förderhöhe beträgt max. bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.

Zum Beispiel MIKROPROJEKTE:

Mit dieser speziellen Fördermöglichkeit können Veranstaltungen, Projekttage, Ausstellungen, Demokratiefeste etc. pauschal mit 500 Euro unterstützt werden. Antragstellung und insbesondere die Abrechnung der Mittel sind sehr einfach gehalten. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

KONTAKT:
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Tel: 0385 – 3020910 
poststelle@lpb.mv-regierung.de

(DSGVO) Europäische Datenschutz-Grundverordnung tritt im Mai 2018 in Kraft


Nach fast vierjähriger Debatte haben sich Europäischer Rat, Europäisches Parlament und Europäische Kommission über den endgültigen Inhalt der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung geeinigt.In Kraft treten wird die neue Verordnung im Mai 2018 und damit die bereits seit 1995 geltende EU-Datenschutzrichtlinie (Richtlinie 95/46/EG) ersetzen.
Am 25. Mai 2018 vereinheitlicht die DSGVO, (General Data Protection Regulation, GDPR) EU-weit die Regeln für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen. Sie gewährleistet in der EU ansässigen Personen durch einen Katalog von Betroffenenrechten die Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten.
Unternehmen müssen künftig stärker als bisher nachweisen, dass sie die geltenden Regeln beachten. Dabei ist nicht nur die sorgfältige Dokumentation der Datenschutzaktivitäten im Unternehmen wichtig.

https://dsgvo-gesetz.de/

September 2017:  Bekanntmachung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu neuer Förderrunde:


Das Programm  JOBSTARTER plus in der 4. Förderrunde   (Die Förderrichtlinie gilt bis März 2022)

Ziel und Gegenstand
In der vierten Förderrunde von „JOBSTARTER plus“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds innovative Strategien, die Klein- und Kleinstunternehmen durch geeignete Maßnahmen bei ihren Ausbildungsaktivitäten unterstützen. Gefördert werden Projekte, die mit Instrumenten des Externen Ausbildungs-managements (EXAM) in Fragen der dualen Berufsausbildung beraten und unterstützen und damit die Ausbildungsaktivitäten von Klein- und Kleinstunternehmen erhalten und/oder ausbauen. Ziel ist es, Unternehmen bei der Bereitstellung und Besetzung von Ausbildungsangeboten zu unterstützen.


Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen Rechts und juristische Personen sowie im Handelsregister eingetragene Personenhandelsgesellschaften des privaten Rechts, die auf dem Gebiet der beruflichen Bildung tätig sind.


Voraussetzungen
Das Spektrum bereits bestehender vergleichbarer Aktivitäten in der Zielregion ist zu berücksichtigen und geeignete Institutionen sowie relevante Partner sind adäquat einzubinden. Das Vorhaben muss vom Antragsteller eigenständig durchgeführt werden. Der Wissens- und Ergebnistransfer ist zu gewährleisten.


Art und Höhe der Förderung
Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses für einen Zeitraum von längstens 36 Monaten.
Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 100% der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 600.000 EUR. Der Beginn der Förderung von Projekten der vierten Ausschreibungsrunde ist ab dem 1. Juli 2018 oder 1. Januar 2019 möglich.
Antragsverfahren im Rahmen der vierten Ausschreibungsrunde können Anträge je nach Starttermin bis zum 22. Januar 2018 oder 25. Juni 2018 beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)  Programmstelle JOBSTARTER 


E-Mail: info@jobstarter.de 
Internet: www.bibb.de   und  www.jobstarter.de

AUGUST 2017  BiBB/BMBF-Fachtagung angekündigt

„Berufsbildung 4.0 – Zukunftschancen durch Digitalisierung“

am 28. und 29. November 2017 im Penta-Hotel in Leipzig

Wie kann der digitale Transformationsprozess in Arbeit und Bildung gestaltet werden? Dieser Frage widmet sich die Fachkonferenz, zu der das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesinstitut für Berufsbildung einladen.

Unter dem Motto „Berufsbildung 4.0 – Zukunftschancen durch Digitalisierung“ sollen im Rahmen der Fachkonferenz die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeit und Berufsbildung thematisiert und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Antworten (weiter)entwickelt werden.

Am ersten Tag erfolgt einführend eine bildungspolitische Positionierung zum Thema. Daran anschließend beziehen im Plenum Experten und Expertinnen Position zum Status quo – was bedeutet Digitalisierung für die Berufsbildung? Projektverantwortliche aus dem BMBF und dem BIBB geben im Anschluss Impulse und präsentieren die Kernbotschaften und erste Zwischenergebnisse auslaufender Projekte. Im Anschluss erfolgt die Verleihung des diesjährigen Hermann-Schmidt-Preises, dessen Auslobung natürlich Digitalisierung zum Gegenstand hat.

Zukunftschancen durch Digitalisierung – in fünf Foren werden am zweiten Tag unterschiedliche Perspektiven eingenommen:

 

  • veränderter Fachkräftebedarf an Beispielen ausgewählter Berufe

  • Medien- und IT-Kompetenz entwickeln, Digitale Medien anwenden – aber wie?

  • Berufsbildung, Digitalisierung und kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

  • Wie stellen sich die Lernorte den Herausforderungen?

  • Was heißt Digitalisierung für die Weiterbildung?

Die Schlussrunde wird zunächst Auszubildenden und Ausbildern gehören, die videojournalistische Projektarbeiten präsentieren, bevor eine Konferenzbilanz gezogen wird.
Begleitend werden auf einem Marktplatz an beiden Tagen Digitalisierungsprojekte zum Anfassen und Mitmachen präsentiert. Der Konferenz unmittelbar vorgeschaltet sind Exkursionen zu örtlichen Einrichtungen und Unternehmen sowie einer Berufsschule

Tagungsbüro: Frau Pohl, Telefon: 0228/107-1106,  E-Mail: pohl@bibb.de  

oder

Frau Lessenich, Telefon: 0228/107-1054, E-Mail: lessenich@bibb.de

Juni 2017 BIBB – Bericht veröffentlicht: „Duale Berufsausbildung junger Geflüchteter“

 

Ergebnisse aus dem BIBB-Expertenmonitor Berufliche Bildung

Die duale Berufsausbildung kann einen wichtigen Beitrag zur Integration von Geflüchteten leisten, die im Jugend- und jungen Erwachsenenalter nach Deutschland gekommen sind. Denn ein großer Teil derjenigen, die hierzulande Asyl suchen, ist jünger als 30 Jahre.

Diesen jungen Menschen Zugang zur dualen Berufsausbildung zu ermöglichen ist aber nicht nur für ihre gesellschaftliche Integration von Wert, sondern auch für die duale Berufsausbildung selbst. Zu dieser Einschätzung gelangt die Mehrheit der rund 660 Berufsbildungsfachleute, die sich an der Umfrage des BIBB-Expertenmonitors zur dualen Berufsausbildung junger Geflüchteter beteiligten. Zwei von drei Experten und Expertinnen erwarten ganz oder tendenziell, dass der Beitrag, den die duale Berufsausbildung für die Integration junger Geflüchteter zu leisten vermag, dazu führt, dass dem dualen System (noch) mehr Wertschätzung entgegengebracht wird. Gleich viele bauen – zumindest partiell – darauf, dass die für junge Geflüchtete entwickelten Ausbildungskonzepte benachteiligten jungen Menschen insgesamt zugutekommen werden.

Für eine gelingende Teilhabe an der dualen Berufsausbildung ist eine Unterstützung der jungen Geflüchteten im Übergangsprozess wichtig. Nahezu geschlossen sprechen sich die Experten und Expertinnen für eine Unterstützung aus, die Sprachförderung und Berufsorientierung umfasst und miteinander verschränkt.

Um die heterogenen Bildungsvoraussetzungen und spezifischen Lebenslagen junger Geflüchteter mit einer dualen Berufsausbildung zu vereinbaren, halten die Berufsbildungsfachleute bestimmte Formen einer flexiblen Ausbildungsgestaltung für sinnvoll. Als zielführend werden vor allem solche Ansätze erachtet, die eine zeitliche Flexibilisierung vorsehen – entweder indem die Ausbildungsdauer bedarfsgerecht verlängert werden kann oder der betriebliche Teil der Ausbildung als Teilzeit-berufsausbildung angelegt wird, um parallel dazu an Sprachförderungsmaßnahmen teilnehmen zu können. Darüber hinaus sehen die Experten und Expertinnen aber auch Bedarf, junge Geflüchtete – und ferner die ausbildenden Betriebe – über die Ausbildungszeit hinweg zu begleiten und zu unter-stützen. Mit Blick auf die jungen Geflüchteten sind nach einhelliger Expertenmeinung hierfür unter anderem ausbildungsbegleitende Hilfen zweckmäßig, die unmittelbar mit Ausbildungsbeginn einsetzen. Als Unterstützungsleistung für die ausbildenden Betriebe kommt aus Expertensicht unter anderem ein externer Ansprechpartner in Betracht, der in schwierigen Ausbildungssituationen Hilfestellung bietet.

Hintergrund der Studie

Seit Frühjahr 2015 hat Deutschland eine hohe Anzahl an Menschen aufgenommen, die ihr Heimatland auf der Suche nach Schutz und Sicherheit verlassen haben. Ihre Integration ist eine der zentralen gesellschaftspolitischen Aufgaben. Dem Berufsbildungssystem kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu, denn unter den aufgenommenen Geflüchteten sind Jugendliche und junge Erwachsene stark vertreten.

Zwar lässt sich derzeit der auf das System der dualen Berufsausbildung zukommende Qualifizierungs-bedarf junger Geflüchteter erst annahmebasiert abschätzen. Diese Schätzungen weisen aber auf eine substanzielle Nachfrage junger Geflüchteter nach dualen Ausbildungsmöglichkeiten hin. Zudem gibt es bereits jetzt erste konkrete Hinweise darauf, dass unter jungen Geflüchteten (auch) Interesse an einer dualen Berufsausbildung besteht. In ihrer zum 30. September 2016 gezogenen Ausbildungs-marktbilanz konnte die Bundesagentur für Arbeit (BA) erstmals auch Informationen zu Bewerbern und Bewerberinnen mit Fluchthintergrund vorlegen. Danach wurden für das Vermittlungsjahr 2015/2016 rund 10.250 Bewerber und Bewerberinnen registriert, die nach Deutschland geflüchtet waren und nun mit Unterstützung der BA den Zugang zur dualen Berufsausbildung suchten (Bundesagentur für Arbeit 2016a, S.7). Bei gut einem Drittel ist dies gelungen (ebd. S.7).

Der Anteil der in eine duale Berufsausbildung Einmündenden war damit bei Bewerbern und Bewerberinnen mit Fluchthintergrund deutlich niedriger als bei anderen Bewerbern und Bewerberinnen; hier lag er bei gut 50 Prozent.

BUNDESINSTITUT für Berufsbildung (BIBB)

www.bibb.de   

E-Mail: zentrale@bibb.de

SBN 978-3-945981-97-9

Juni 2017 BMWi: Förderung von Modellprojekten  „sozial kompetent dual ausgebildet“

Das BMWi fördert praktische, innovative Modellprojekte zur Stärkung der sozialen Kompetenz in der dualen Ausbildung:

 

In der betrieblichen Ausbildung zählen handwerkliches Geschick und betriebswirtschaftliches Denken, um den komplexen Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden. Bekannt ist aber auch, dass soziale und emotionale Fähigkeiten in Ausbildung und Beruf ebenso wichtig sind wie Fachwissen. Hierzu gehört zum Beispiel, bei Kunden­kontakten sachlich zu kommunizieren, Probleme zu benennen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Auch gilt es, Grundregeln der Höflichkeit, der Pünktlichkeit und des gegenseitigen Respekts einzuhalten. Zudem verlangt die zunehmende Digitalisierung der Arbeit immer mehr nach sozialer Kompetenz, gerade der Einsatz neuer Techno­logien

Neues ausprobieren!

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert praktische, innovative Modell-projekte zur Stärkung der sozialen Kompetenz in der dualen Ausbildung für Auszubildende und Ausbildende:

  • Neuartige Formate zur Vermittlung sozialer Kompetenz im Betrieb

  • Sensibilisierung und Information von Ausbildenden für die Bedeutung sozialer Kompetenz

  • Regionale und branchenspezifische Netzwerke zur nachhaltigen Stärkung der sozialen Kompetenz von Ausbildenden und Auszubildenden

  • Stärkung der sozialen Kompetenz von Jugendlichen, die wohnortfern ausgebildet werden

  • Vermittlung interkultureller Kompetenz und Kenntnisse über den deutschen Arbeitsmarkt, auch zur Integration von Flüchtlingen

Erster Schritt: Ideen sammeln!

Ideen der Praxis sind gefragt, zunächst als Skizze (max. fünf Seiten) zu dem geplanten Modellprojekt.

Angesprochen sind: Unternehmen, Kammern, Verbände der Wirtschaft, Berufsschulen, Bildungs- und Forschungs­einrichtungen, Migrantenorganisationen. Im Bereich der betrieblichen Ausbildung müssen Erfahrungen vorliegen. Förderfähige Ausgaben für die Modellpojekte können bis zu 80 Prozent anerkannt werden. Eine Förderung über zwölf Monate ist möglich.

Wichtig: Die Modellprojekte sollen Anregungen liefern, die für andere Unternehmen als gute Praxis dienen können.

Informationen: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

2017 Hans-Böckler-Stiftung:   aktuelle  Studie untersucht Beschäftigte unter 35

„GENERATION Y“:

INDIVIDUALISTISCH, ABER NICHT UNSOLIDARISCH – HOHE WERTSCHÄTZUNG, ABER RELATIV WENIG ENGAGEMENT FÜR MITBESTIMMUNG

Wie wollen junge Menschen arbeiten? Welche Ansprüche stellen sie als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Und wie wichtig ist ihnen Mitsprache und Mitbestimmung im Job?

Die sogenannte „Generation Y“, also die zwischen 1980 und 1999 Geborenen, sei vor allem an Selbstverwirklichung und Freizeit interessiert, lautet ein gängiges Vorurteil. Doch das stimmt so nicht, zeigt eine Studie von Dr. Sarah Nies und Dr. Knut Tullius.


Dabei zeigt sich: Die jungen Arbeitnehmer verfügen über einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und Solidarität. Sie wollen am Arbeitsplatz mitentscheiden, vor allem im Team bzw.in ihrer Abteilung. Und sie halten betriebliche oder gewerkschaftliche Interessenvertretungen für notwendig.

In vielen Punkten unterschieden sich die jüngeren gar nicht wesentlich von älteren Beschäftigten – ein grundlegender Wertewandel sei bezogen auf Arbeit und Betrieb nicht erkennbar, schreiben die Wissenschaftler. Eine Besonderheit stellen sie aber doch fest: Die unter 35-Jährigen berichten fast durchweg von einem holprigen, durch Krisen geprägten Einstieg in die Arbeitswelt. In ihren wenigen Berufsjahren haben sie mehrere (Wirtschafts-)Krisen erlebt, verbunden mit Entlassungen und Umbrüchen in den Betrieben. Viele von ihnen mussten von Beginn an mit prekären oder befristeten Beschäftigungsverhältnissen.umgehen.


Diese weit verbreitete Erfahrung hat Spuren hinterlassen: Die Wissenschaftler stellen eine „gewisse Anspannung“ unter den jungen Beschäftigten fest. Bei vielen habe sich – trotz großer Anpassungsfähigkeit – ein Gefühl der Unsicherheit festgesetzt, das selbst dann noch anhält, wenn sie eine unbefristete Vollzeitstelle gefunden haben. Die Folge: Aus Angst um den Arbeitsplatz trauten sich viele nicht, gerechtfertigte Forderungen zu stellen oder Grenzen zu setzen, so die Forscher. Die älteren Beschäftigten leiden zwar genauso unter den Krisen der jüngsten Zeit, aber sie können häufig Selbstbewusstsein aus früheren, „besseren“ Zeiten ihres Berufslebens ziehen.

Auffällig sei auch, dass die Jüngeren eher bereit sind, Entscheidungen der Unternehmensführung zu akzeptieren, die mit „Sachzwängen“ oder „Anforderungen des Marktes“ begründet werden. Möglicherweise habe „die Durchsetzung von Wettbewerb und Marktprinzipien auf allen gesellschaft-lichen Ebenen ihre Spuren in den Köpfen der jungen Generation hinterlassen“.

Außerdem sei das Wissen um Arbeitnehmerrechte nur schwach ausgeprägt. Gleichwohl seien die jüngeren Beschäftigten lernfähig – mit zunehmender Erfahrung wachse die kritische Distanz.

Auch wenn die unter 35-Jährigen überwiegend individualistisch denken, zeigen sie sich der Studie zufolge nicht unsolidarisch oder ausgrenzend. Sie bewerten Gewerkschaften und Betriebsräte grund-sätzlich positiv – und sehen darin eine „wichtige Gegenmacht“ zum Management.

Das Modell der sozialpartnerschaftlichen „Stellvertreterpolitik“ stellen die Befragten nicht infrage. Stimmen nach einer grundsätzlichen Demokratisierung des Unternehmens werden unter den jüngeren Beschäftigten nicht laut. „Weder erweisen sich die Ansprüche an Mitbestimmung und direkte Beteiligung als grundsätzlich weitreichender als diejenigen der älteren Generation, noch ist die Distanz zum Prinzip interessenpolitischer Stellvertretung so ausgeprägt, wie es der Generationen-zuschreibung entsprechend zu erwarten wäre“, schreiben Nies und Tullius.

Allerdings: Die Existenz kollektiver Interessenvertretungen gilt als so selbstverständlich, dass deren Arbeit häufig gar nicht bemerkt werde. „Viele jüngere Beschäftige wissen schlichtweg nicht, welche Arbeitsbedingungen sie Gewerkschaften und Betriebsräten zu verdanken haben“. Hier gelte es die Sichtbarkeit zu verbessern.

www.boeckler.de

Mai 2017  BMWI: Wegweiser erschienen:

„Die digitale Transformation im Betrieb gestalten – Beispiele und Handlungsempfehlungen für Aus-und Weiterbildung“

 

Die Veränderungen durch Industrie 4.0 und Digitalisierung laufen in unterschiedlichen Betrieben in unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität ab. Deswegen geht es nach Überzeugung der Arbeitsgruppe jetzt darum, jeweils pass­genaue Lösungen aus der und für die betriebliche Praxis zu entwickeln.

Veränderungen analysieren

Die Praxis zeigt: Unternehmen befinden sich zunehmend in einem Suchprozess nach den für sie vorteilhaften Schrit­ten der Erprobung und Anwendung. In dieser Konstellation ist vielfach noch unklar, wo genau die neuen Anforderun­gen an Qualifikationen liegen und wie sie mit der Perso­nal-, Qualifizierungs- und Organisationsentwicklung zu verbinden sind. Die AG empfiehlt, Instrumente zu nutzen, die helfen, ein realistisches und differenziertes Bild des Qualifizierungsbedarfs zu ermitteln.

Ausbildung betrieblich gestalten

Kompetenzen, Professionalität und Erfahrungen der Fach­kräfte bilden auch zukünftig die Basis für ihre erfolgreiche berufliche Entwicklung und die Sicherung der Wettbe­werbs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Durch die enge Verzahnung von Praxis und Theorie bieten sich in dualen Ausbildungen optimale Bedingungen, um dual Studierende und Auszubildende frühzeitig praxisnah zu qualifizieren. Die Arbeitsgruppe regt daher an, Spiel­räume in der Gestaltung von dualen Ausbildungen im Betrieb noch mehr als bisher zu nutzen.

Wie lassen sich (Weiter)Bildung und Qualifizierung im Betrieb fördern? Lernen am Arbeitsplatz befördern

Die Arbeitsgruppe regt Unternehmen und Beschäftigte an, gemeinsam neue Lern- und Führungs-kulturen in den Betrieben zu entwickeln. Am Ende könnten lernförderliche Arbeitsstrukturen und eine Kultur des lebensbegleitenden Lernens stehen, die persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitgeber-Attraktivität und Wettbewerbsvorteile schafft.

Um den Menschen Angst vor Veränderungen zu nehmen, sind Information und Beteiligung unverzichtbar. Hierbei sind die betrieblichen Akteure besonders gefordert. Mit­bestimmung und Sozialpartnerschaft sind ein wichtiger Stellhebel dafür, gute lernförderliche Arbeitsbedingungen und zeitgemäße Qualifizierungsangebote organisieren zu können.

Die Arbeitsgruppe regt die Unternehmen an, den Rahmen für mehr Lernen am Arbeitsplatz und damit für Weiter­bildung zu schaffen, Arbeit altersgerecht lernförderlich zu gestalten und vermehrt arbeitsplatzintegrierte, flexible Lernformen zu nutzen.

Neue Medien sinnvoll nutzen

Die Nutzung digitaler Medien und entsprechender Schu­lungsangebote kann bei einem Lernkultur-wandel hin zu Industrie 4.0 eine sinnvolle Unterstützung sein. Vor dem vermehrten Einsatz digitaler Medien, z. B. Lern­spiele, Simulationen, Assistenzsysteme oder Anleitungs­filme, sollte genau geprüft werden, in welchen Lehr- und Lernprozessen sie sinnvoll genutzt werden können, um Weiterbildung näher an die Realität zu bringen und besser in die Arbeitsprozesse zu integrieren.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Öffentlichkeitsarbeit

www.bmwi.de

Juni 2017  Band 357. der Reihe Study der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht

„ZWISCHEN ÜBERGANG UND ETABLIERUNG“

– Beteiligungsansprüche und Interessenorientierungen jüngerer Erwerbstätiger

Die Legitimität des kapitalistischen Wirtschaftssystems hängt nicht nur von „funktionierenden“ ökonomischen (Tausch-)Prinzipien ab, sondern auch von dessen Fähigkeit zur (Re-) Produktion korrespondierender nicht-marktlicher Sozialstrukturen, Institutionen und normativen Ressourcen. Besonders seit der „Großen Krise“ 2008 f. und angesichts wachsender Ungleichheit stellt sich die Legitimitätsfrage heute in neuer Schärfe – und damit auch die Frage nach den subjektiven Grundlagen der Legitimationsprozesse im gegenwärtigen Kapitalismus. Ein zentraler Ort für die Legitimitäts(re)produktion sind Arbeitsorganisationen mit ihren „betrieblichen Sozialordnungen“ (Kotthoff 2009), in die abhängig Beschäftigte eingebunden sind und an deren „Kulturen“ sie sich und ihr praktisches Handeln orientieren.

Ziel dieses Berichtes ist es, Erkenntnisse über erwerbsarbeitsbezogene Beteiligungsansprüche und

interessenpolitische Orientierungen jüngerer Beschäftigter zu formulieren. Empirische Grundlage dafür sind ausführliche Interviews mit insgesamt 34 abhängig Beschäftigten unter 35 Jahren. Diese Interviews waren Teil einer umfangreichen Befragung in verschiedenen Branchen aus Industrie und Dienstleistungen, die im Rahmen der ISF-/SOFI-Studie „Legitimationsprobleme in der Erwerbsarbeit“ durchgeführt wurden und an der Verfasserin und Verfasser in unterschiedlichem Umfang beteiligt waren (vgl. Kratzer et al. 2015). Anders als in der Einstellungsforschung haben wir dort keine Meinungen abgefragt, sondern aus den Berichten und Erzählungen der Befragten über ihre Berufsbiografie und ihren Arbeitsalltag ihre Ansprüche an (Erwerbs-)Arbeit rekonstruiert. Für die hier vorgelegte Sonderauswertung haben wir die Interviews mit den Beschäftigten, die zum Befragungszeitpunkt zwischen 25 und 34 Jahre alt waren, erneut ausgewertet.

Einen wesentlichen Bezugspunkt der Sonderauswertung bildet der Sachverhalt, dass man ungeachtet einer öffentlichen Debatte über eine „Generation Y“ oder „Generation What?“ und der darin konstatierten Ansprüche jener Generation an ein selbstbestimmtes, sinnerfülltes Arbeiten und direkte Beteiligung und Mitsprache in allen Lebensbereichen über die tatsächlich handlungsrelevanten Orientierungen und Ansprüchen jüngerer Beschäftigter an und in Arbeit und Betrieb empirisch wenig weiß.

Entsprechend haben wir das Material danach befragt, welche Erwartungen und Ansprüche jüngere

Beschäftigte an die Arbeit formulieren und inwieweit sich (alters-) spezifische Muster von Beteiligungsansprüchen und Interessenorientierungen aufzeigen lassen. Nicht zuletzt galt der Legitimität kollektiver Interessenvertretung aus Sicht der jüngeren Beschäftigten unser besonderes Interesse. Die hier präsentierten Ergebnisse sind selbstverständlich nicht repräsentativ für die Alterskohorte der erwerbstätigen unter 35-Jährigen, bieten aber einen genaueren und – wie wir hoffen – interessanten Blick auf die Ungerechtigkeitserfahrungen und Orientierungen von Frauen und Männern dieser Altersgruppe in und auf Arbeit und Betrieb.

Dieser Band erscheint als 357. Band der Reihe Study der Hans-Böckler-Stiftung. Die Reihe Study führt mit fortlaufender Zählung die Buchreihe „edition Hans-Böckler-Stiftung“ in elektronischer Form weiter.

www.boeckler.de

ISBN: 978-3-86593-271-6

Juni 2017 BMFSFJ: neu aufgelegt:

„Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft – Die Jugendstrategie 2015 – 2018“    (2.Aufl.)

Mit der Eigenständigen Jugendpolitik und der Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ stellt das Bundesjugendministerium die Interessen und Bedürfnisse der 12- bis 27-Jäh-rigen in den Mittelpunkt und tritt für eine Politik für, mit und von Jugend ein.

Es ist Zeit dafür:  In der Politik, in der Fachpraxis und auch in der öffentlichen Diskussion geht es insbesondere um Kinder. Kitaausbau, Kinderschutz, kinderfreundliche Kommunen – alles wichtige Anliegen. Daneben müssen aber auch Jugendliche und junge Erwachsene verstärkt in den Blick genommen werden.

Diese Broschüre legt dar, was das Bundesjugendministerium bewegt hat, diese Jugendstrategie aufzulegen: Zugrunde liegt die Überzeugung, dass das Jugend- und junge Erwachsenenalter besonderer politischer Aufmerksamkeit sowie passender Konzepte und Angebote bedarf. Denn Jugend ist mehr als der Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein. Jugend ist eine eigenständige Lebens-phase. Für Jugendliche und junge Erwachsene geht es darum, eine Allgemeinbildung sowie soziale und berufliche Handlungsfähigkeit zu erlangen (Qualifizierung), für sich selbst Verantwortung zu übernehmen (Verselbstständigung) und eine Balance zwischen individueller Freiheit und sozialer Zugehörigkeit und Verantwortung zu entwickeln (Selbstpositionierung).

Dieser Dreiklang aus dem 15. Kinder- und Jugendbericht macht deutlich, vor welchen Herausforderungen jede und jeder Jugendliche steht – und das bei nach wie vor ungleich verteilten Chancen. Mit der Jugendstrategie setzt sich das Bundesjugendministerium für eine jugendgerechte Gesellschaft ein. Diese bietet allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gerechte Bedingungen, um die Herausforderungen dieser Lebensphase zu meistern, und beteiligt sie an allen Entscheidungen, die sie betreffen.

Diese Broschüre skizziert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die zentralen Bedürfnisse der Jugend. Die Ziele der Jugendstrategie und die Anforderungen an sie machen einen weiteren Teil dieser Broschüre aus. Darüber hinaus werden die Maßnahmen aufgeführt, die das Bundesjugend-ministerium gemeinsam mit vielen Partnern unter dem Dach der Jugendstrategie umsetzt – vom bundesweiten Prozess „Jugendgerechte Kommunen“ über die Entwicklung des Jugend-Checks und verschiedene Projekte zum Thema Jugendbeteiligung bis hin zur Initiative „Chancen eröffnen durch Austausch und Begegnung“. Die Jugendstrategie hat vier zentrale Handlungsfelder: Es geht um wirkungsvolle Jugendbeteiligung, Zeiten und (Frei-)Räume, Perspektiven und Teilhabe sowie um vielfältige Jugendbilder.

Eine eigenständige Jugendpolitik muss dem Anspruch gerecht werden, nicht aus der Perspektive von Zuständigkeiten zu denken, sondern konkret an den Belangen und den Lebenswirklichkeiten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen anzusetzen. Dafür gibt es eine gemeinsame Verantwortung, und deshalb muss eine effektive Jugendstrategie von der gesamten Bundesregierung getragen und von einem starken Jugendministerium koordiniert werden.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

www.bmfsfj.de

E-Mail: publikationen@bundesregierung.de

06.08.2016 GESETZ IN KRAFT GETRETEN

INTEGRATIONSGESETZ setzt auf Fördern und Fordern


Das Integrationsgesetz ist nun in Kraft getreten. Es wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Das Gesetz soll dazu beitragen, die Integration der Flüchtlinge zu erleichtern: durch mehr Angebote an Integrationskursen, Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. Gleichzeitig beschreibt es die Pflichten Asylsuchender.
Die Flüchtlinge, die eine gute Bleibeperspektive haben, erhalten durch das Integrations-gesetz frühzeitig Angebote vom Staat. Sie sind jedoch verpflichtet, sich auch selbst um Integration zu bemühen. Lehnen Asylbewerber Integrationsmaßnahmen oder Mitwirkungs-pflichten ab, werden Leistungen gekürzt.

  • Geduldete bekommen ein Bleiberecht für die gesamte Dauer der Berufsausbildung und die anschließende Beschäftigung. Das gibt ihnen und den Ausbildungsbetrieben Rechtssicherheit.

  • Es wird mehr Kapazitäten bei den Integrationskursen geben, damit Flüchtlinge schnell Deutsch lernen.

  • Integration ist schwierig, wenn zu viele Flüchtlinge in Ballungszentren ziehen. Deshalb können die Länder ihnen in den ersten drei Jahren einen Wohnsitz zuweisen.

  • Flüchtlinge sollen schon während des Asylverfahrens einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen – zum Beispiel in der Unterkunft bei der Essensausgabe mitarbeiten oder Grünanlagen pflegen. Am 1. August startet der Bund ein neues Programm "Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen" für 100.000 Arbeitsgelegenheiten.

  • Außerdem verzichtet die Bundesagentur für Arbeit für drei Jahre in bestimmten Regionen auf die Vorrangprüfung. Dies erleichtert die Arbeitsaufnahme.

Auch die hierzu notwendige Verordnung tritt am Samstag (06.08.2016) in Kraft.


www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/08/2016-08-05-integrationsgesetz.html

10. Juni 2016 BIBB VERÖFFENTLICHUNG ZUR INTEGRATION JUNGER GEFLÜCHTETER

Durch die Integration von jungen Geflüchteten kommen große Herausforderungen auf die duale Berufsbildung und den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu. Für den Präsidenten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, ist die berufliche Aus- und Weiterbildung aber gut gewappnet. »Auch wenn erhebliche bildungspolitische Anstrengungen von allen Akteuren der beruflichen Bildung in abgestimmter und verzahnter Form erforderlich sind, so ist die Aufgabe dennoch machbar«, betont Esser anlässlich der Veröffentlichung des BIBB-Positionspapiers mit zehn Kernpunkten zur Integration von jungen Geflüchteten in die berufliche Bildung.


Wie groß allein die quantitativen Herausforderungen sein werden, machen Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) deutlich: Demnach wurden 2015 insgesamt 1,1 Millionen Menschen als Asylbegehrende erfasst. Von den registrierten Asylbewerberinnen und -bewerbern sind mehr als die Hälfte (rund 56 %) unter 25 Jahre und etwa 27 % sogar unter 16 Jahre. Diese Menschen sollten so schnell wie möglich in den Ausbildungs- und anschließend in den Arbeitsmarkt integriert werden, denn sie verfügen bei aller Unterschiedlichkeit ihrer individuellen Bildungsvoraus-setzungen über Potenziale und Stärken, die es wertschätzend und anerkennend zu nutzen gilt.


Eine Schlüsselrolle bei der Integration nehmen insbesondere handlungsorientierte Angebote und betriebliche Phasen ein, wie zum Beispiel Einstiegsqualifizierungen, Praktika und Werkstatttage – besonders für die bereits über 18-Jährigen. Um einen neuen Förderdschungel zu verhindern, sollte der gemeinsame Bildungsketten-Ansatz von Bund, Ländern und der Bundesagentur für Arbeit intensiviert werden. Zugleich müsse dieser Ansatz aber auch um neue Aspekte erweitert werden.


Darüber hinaus gilt es, so eine zentrale Botschaft des BIBB-Positionspapiers, bereits bestehende Regelungen zur Flexibilisierung der dualen Berufsbildung gerade bei der Ausbildung junger Geflüchteter auszuschöpfen. Dies könnte beispielsweise durch die stärkere Nutzung der Teilzeitberufsausbildung, gekoppelt mit einer parallelen Sprachförderung, geschehen. Zudem sollte einerseits die außerbetriebliche Ausbildung und andererseits die modulare Nachqualifizierung – insbesondere für die bereits über 25-Jährigen – weiter ausgebaut werden.


http://www.bildungsspiegel.de/news/berufswelt-arbeitsmarkt-europa

8. Juli 2016 SGB II- GESETZ GEÄNDERT

 

Der Deutsche Bundestag hat in seiner 179. Sitzung am 23. Juni 2016 aufgrund der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Arbeit und Soziales – den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines
 „Neuntes Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch ‒ Rechtsvereinfachung sowie zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht“  


Drucksache 18/8041 –
mit beigefügten Maßgaben, im Übrigen unverändert angenommen.


Am 8. Juli 2016 wurde der Gesetzesentwurf durch den Bundesrat gebilligt.

http://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2016/0301-0400/343-16.pdf;jsessionid=56D0128B72BFECD7325BB0FBA38D381C.2_cid339?__blob=publicationFile&v=1

© 2016 Bertelsmann Stiftung  (HRSG.)


Monitor Digitale Bildung  "Berufliche Ausbildung im digitalen Zeitalter"


Dr. Ulrich Schmid (mmb Institut), Dr. Lutz Goertz (mmb Institut) und Dr. Julia Behrens (Bertelsmann Stiftung)

Die digitale Welt verändert die Bildung wie keine andere gesellschaftliche Entwicklung zuvor. Lernen findet zunehmend virtuell statt. Heutige Lerner – egal ob in Schule, Hochschule oder Unternehmen – erwarten, dass sich auch das Bildungssystem für die Digitalisierung öffnet. Aber wie gut sind die Bildungsinstitutionen in Deutschland darauf vorbereitet?


Diese und weitere Zukunftsfragen zur digitalen Bildung warten auf empirisch fundierte Antworten. Die vielzähligen, meist kleinen Teil- und Einzelstudien lassen ein verwirrendes, manchmal auch widersprüchliches Wirklichkeitsbild entstehen. Empirisch fundierte Analysen im vergleichenden Überblick zu allen Bildungsbereichen sucht man hingegen vergebens. Dazu führt die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung  den "Monitor Digitale Bildung in Deutschland" durch.


Der Monitor liefert repräsentative Antworten auf offene konzeptionelle Fragen jenseits gut beforschter infrastruktureller Aspekte, im Fokus der Analyse stehen dabei unter anderem die folgenden Fragen:

  • Welche Impulse können digitale Technologien für die Personalisierung des Lernens in der
    Schule, in der Berufsausbildung, im Studium und in der beruflichen Weiterbildung geben?

  • Wie kann digitales Lernen die Bildung benachteiligter Gruppen fördern und den Zugang
    zum Bildungssystem insgesamt erhöhen?

  • Welche digitalen Lernformen und Prüfungskonzepte gibt es, und wie können diese sinnvoll
    eingesetzt werden?

  • Welche digitalen Lernformate eignen sich besonders für welche Zielgruppen?

  • Wie wird der Erfolg des Einsatzes digitaler Bildungsmedien ermittelt?

  • Wie werden Lehrkräfte auf die Verwendung und ggfs. Erstellung von digitalen
    Bildungsangeboten vorbereitet und hierbei unterstützt?  

http://www.bertelsmann-stiftung.de/digi-monitor

IAB-Kurzbericht  13/2016


Aktuelle Analysen aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Ausbildung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
von Angela Bauer und Franziska Schreyer

Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern oder andere Erziehungsberechtigte in Deutschland Schutz suchen, gelten als besonders schutzwürdige Gruppe. Die Jugendhilfe hat den Auftrag, die unbegleiteten Minderjährigen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Inwieweit können sich diese beruflich in Deutschland integrieren und eine Ausbildung aufnehmen?


Wie können sie dabei auch nach Erreichen der Volljährigkeit unterstützt werden?
Der IAB-Kurzbericht informiert über die unbegleiteten Minderjährigen und präsentiert Befunde zu Chancen und Risiken bei ihrem Weg in Ausbildung.

Impressum
IAB-Kurzbericht Nr. 13, 20.5.2016; Herausgeber: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, 90327 Nürnberg
Bezug: IAB-Bestellservice,       IAB im Internet: www.iab.de
Dort finden Sie u. a. den kompletten Bericht zum kostenlosen Download

 

 

 

10.12.2015 BERTELSMANN STIFTUNG (HRSG.)

„Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund erkennen und nutzen“


Die Bertelsmann Stiftung entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gGmbH und Trägern der freien Wohlfahrt „Kompetenzkarten“ für die Potenzialanalyse in der Migrationsberatung. Die Kombination von Bild und Text in einfacher Sprache baut Barrieren ab und erleichtert den Zugang. Das so gewonnene erste Kompetenzprofil bildet die Grundlage für weitere Beratungen bzgl. beruflicher Erfahrungen und Interessen bei Agenturen für Arbeit bzw. Jobcentern.


Die Kompetenzkarten ermöglichen ein hohes Maß an Flexibilität hinsichtlich der Interessen und Bedarfe der Zielperson, des Zeitrahmens und der Auswahl der Kompetenzbereiche im Beratungsprozess. Sie erleichtern den einfachen Gesprächseinstieg in der Migrationsberatung. Auch eine komplette Kompetenzfeststellung auf Basis einer Selbsteinschätzung der Klienten ist möglich. Sie lassen sich zeitversetzt nutzen und die Ergänzung der Profiling-Karten dient der Ermittlung der Stärken, die für die berufliche Eingliederung relevant sind.


Jede Kartengruppe zeichnet sich durch eine festgelegte Farbgebung aus:
Soziale Kompetenz (grün), Personale Kompetenz (gelb), Fach- und Methodenkompetenz (blau), Interessen (orange), weiterführende Materialien (grau) und Ergänzungen (rot).


Die Kompetenz wird mit einem Satz beschrieben, durch ein Bild dargestellt und in fünf Sprachen übersetzt (Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch, Türkisch).


Erläuterungen und Fragen zu der jeweiligen Kompetenz finden sich auf der Rückseite, ebenso wie Hinweise zu Vertiefungskarten und weiterführende Materialien.


In der Handlungsanleitung und dem Erklär-Video werden unterschiedliche Arbeitsmethoden beschrieben.
Weitergehende Informationen zu den Kompetenzkarten finden Sie auch unter:
Bertelsmann Stiftung,  www.bertelsmann-stiftung.de


Gunvald Herdin, E-Mail: gunvald.herdin@bertelsmann-stiftung.de

4. Februar 2015 BOM- PROGRAMM M-V:

Rahmenvereinbarung zur kooperativen Umsetzung von schul-ergänzenden Berufs¬orientierungs¬maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern für die Jahre 2015 bis 2021

Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern und die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit haben sich auf eine enge und koordinierte Zusammenarbeit bei der Vergabe, Finanzierung und Umsetzung von Berufsorientierungsmaßnahmen nach § 48 des Sozialgesetzbuches drittes Buch (SGB III) und des Operationellen Programms des ESF des Landes M-V 2014 – 2020 verständigt. Danach erfolgt die außerschulische Berufsorientierung im Rahmen von Modulen, die bei Bedarf um weitere Module ergänzt werden können.
Die Einzelheiten hierzu sind in einer Rahmenvereinbarung (Download unter "Dokumente und Publikationen") zur kooperativen Umsetzung von schulergänzenden Berufsorientierungsmaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern für die Jahre 2015 bis 2021 geregelt. Diese Vereinbarung wurde am 04. Februar 2015 im Rahmen der Pressekonferenz zum Thema "Berufsorientierung" durch den Wirtschaftsminister Harry Glawe und Margit Haupt-Koopmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, unterzeichnet.


http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Wirtschaft/Ausbildung/Berufsorientierung

Bundesanzeiger vom 28.11.2014

RICHTLINIEN FÜR DIE FÖRDERUNG DER BERUFSORIENTIERUNG in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten (Berufsorientierungsprogramm des BMBF/BOP)

Das Berufsorientierungsprogramm richtet sich an Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse. Erst erkunden sie ihre Stärken in einer Potenzialanalyse, dann testen sie in den Werkstatttagen verschiedene Berufsfelder aus.


Viele Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich im Berufsorientierungsprogramm (BOP) zum ersten Mal mit der Frage: „Was will ich später beruflich machen?“ Genau das ist das Ziel des Programms: die jungen Menschen anregen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.


Bei ihrer Teilnahme am BOP entwickeln viele Jugendliche Ideen, in welche berufliche Richtung sie einmal gehen möchten – und was das passende Praktikum für sie wäre. Und zwar nicht, weil der Praktikumsbetrieb um die Ecke von Zuhause liegt – sondern weil es möglicherweise der erste Schritt zum eigenen Wunschberuf ist.


Das BOP ist inklusiv, denn es geht auf die unterschiedlichsten individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen ein. Die Konzepte sind so geschneidert, dass sie allen Schülerinnen und Schülern von Gymnasien bis hin zu Förderschulen gerecht werden.


Fakten zum Berufsorientierungsprogramm:

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-983.htmlhttps://www.berufsorientierungsprogramm.de/de/allgemeine-informationen-1694.html

LINKS

 

 

 

  • BMBF >Bundesministerium für Bildung und Forschung
    www.bmbf.de

 

  • BMFSFJ >Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    www.bmfsfj.de

 

  • DIHK > Deutscher Industrie- und Handelskammertag
    www.dihk.de

     

     

  • DJI >Deutsches Jugendinstitut
    www.dji.de

 

 

  • Ehrenamtsstiftung für MV – Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg Vorpommern
    www.ehrenamtsstiftung-mv.de

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